Küche Induktionskochfeld von Ikea: Sieht aus wie ein Ceranfeld, wird aber nicht heiß. Dafür Laut.

Published on Januar 23rd, 2013 | by André Burghardt

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Induktionskochfeld:
Spart wenig beim Kochen

Induktionskochfelder sind das „nonplusultra“ bei modernen Einbauküchen. Ihre Technik verspricht Energieeffizienz und dadurch einen geringeren Stromverbrauch beim Kochen. Doch lohnt es sich deswegen schon, ein normales Kochfeld zu ersetzen? Oder sollte man doch lieber ein Gaskochfeld anschaffen?

Induktionskochfelder: Stiftung Warentest schreibt …

Die Produkttester der Stiftung Warentest haben experimentiert, um die Kosten der verschiedenen Kocharten zu ermitteln: Referenz war eineinhalb Liter kochendes Wasser. Das energieeffizienteste Gerät, welches mittels elektrischem Strom Wasser zum Kochen bringt, ist ein handelsüblicher Wasserkocher. Wenn Herd und Wasserkocher die selbe Leistung haben (meist 2.000 Watt = 2 kW), entscheidet nur noch die Dauer bis zum Erreichen des Siedepunkts über die Stromkosten. Die Stiftung hat gemessen und herausgefunden, dass …

Tabelle: Energieeffizienz und Kosten beim Kochen, Induktionsherd, Ceranfeld, Wasserkocher, Gasherd (1,5L Wasser)

  1. Wasserkocher:   4 Cent   (25 Cent pro kWh, 0,160kWH Verbrauch gemessen, 2kW Wärmeleistung)
  2. Normaler Plattenherd, Plattenkochfeld: 9,1 Cent  (25 Cent pro kWh, 0,364 kWh Verbrauch gemessen, 1,5 kW Nennleistung)
  3. Ceranfeld („Strahlungsbeheiztes Kochfeld“):  6 Cent  (25 Cent pro kWh, 0,239 kWh Verbrauch gemessen, 1,5kW Nennleistung)
  4. Induktionskochfeld mit „Booster“ :  3,15 – 4,7 Cent   (25 Cent pro kWh, 3 – 4,5 Minuten Kochzeit, 2,5kW Wärmeleistung, Rechenwert)
  5. Induktionskochfeld:  3,3 – 6,2 Cent (25 Cent pro kWh, 4 – 7,5 Minuten Kochzeit, 2kW Wärmeleistung, Rechenwert)
  6. Gasherd : Noch zu ermitteln (6 Cent pro kWh Erdgas, Stadtgas)
  7. Gasherd: Noch zu ermitteln  (14 Cent pro kWh Propangas, Flaschengas)

Die Gasherd-Kosten werde ich ermitteln, wenn mein Gasherd betriebsbereit ist. Auf jeden Fall lässt sich bereits folgendes sagen: Kochen mit Gas klar zu bevorzugen!  Die Herstellung und der Transport von elektrischem Strom ist so erschreckend umweltschädlich und verlustbehaftet, dass man immer folgenden Grundsatz beherzigen sollte: Niemals Wärme durch Strom erzeugen!

Kosten beim Kochen: Einordnung

Ein Induktionskochfeld spart nur 6 Euro im Jahr (bei 0,25 Euro/kWh), so das Fazit der Stiftung Warentest. Diese Erspranis sollte allerdings eingeordet werden: In dem Bericht ist von einem Musterhaushalt die Rede, keiner vielkochenden Großfamilie. Außerdem sind die 6 Euro Unterschied im Vergleich Ceranfeld/Induktionsfeld zustande gekommen. Zum normalen Plattenherd sollte die Ersparnis deutlich größer sein, denn Ceranfelder sind durch ihre zielgerichtete Strahlungshitze effizienter als normale Kochplatten. (Ich werde das bei nächster Gelegenheit genauer nachmessen.) Klar ist aber schon jetzt: Kochen ist in der Gesamtbetrachtung nicht sehr kostenintensiv. Daher lässt sich die Anschaffung eines Induktionsherds plus neuem Topf- und Pfannenset nur in der Gastronomie durch Kosten- und Energieeffizienz rechtfertigen. Für Privathaushalte gilt: Induktionskochtechnik ist in erster Linie ein Statussymbol in der heimischen Küche. Man denke immer auch an die Herstellung der speziellen Induktions-Töpfe und -Pfannen.

Nachteile Induktionskochfeld

Induktionskochplatten haben einige Nachteile. Einige sind bekannt, andere merkt man erst, wenn das Gerät angeschlossen und benutzt wird.

  • Pfannen, Töpfe: Ich habe in drei Haushalten das Kochgeschirr unter die Lupe genommen. Gerade einmal ein einziger Topf war Induktionstechnik-geeignet.
  • Standby-Strom: Mein erstes Billig-Induktions-Dominokochfeld hatte ein Standby-Verbrauch von 5 Watt (Firma Indufix, gemessen). In vielen Amazon-Bewertungen schreiben Käufer, dass die Kochfelder sogar bis zu 9 Watt verbrauchen. Die Firma InduTec gab laut eines Rezensenten ein Standby von einem Watt an, gemessen jedoch wurde ein Wert von 4-5 Watt daraus. (Das Standby-Problem haben übrigens auch Ceranfelder mit touch-sensitiven Bedienelementen)
  • Laute Geräusche: Die Induktion-Steuerelektronik erzeugt eine ganze Menge Wärme und benötigt daher große Lüfter. Diese Lüfter sind oft sehr laut: Mein Induktionskochfeld habe ich aus diesem Grund zurückgegeben, es hat sich wie eine Dunstabzugshaube angehört. Werden die Kochfelder in der Küchenarbeitsplatte versenkt, kann es besser werden, muss aber nicht (Stichwort Resonanzkörper). Meine Erfahrung spiegelt sich auch in diversen Amazon-Bewertungen wider. Hinzu kommt, dass der technische Vorgang des Induzierens ebenfalls Brumm-Geräusche erzeugt. Je nach Topf sind diese unterschiedlich laut.

 

Tabelle: Wirklich schnell und günstig sparen beim Kochen …

Um es ganz klar zu stellen: Ja, ich bin unbedingt dafür, Energie und insbesondere Strom zu sparen. Um sich nicht bei jeder Koch-Gelegenheit den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, wo sich wie Energie sparen lässt und wo es sich nicht lohnt dem Ökostress zu verfallen, habe ich hier eine Tabelle zusammengestellt, die schnell und einfach an den richtigen Stellen Energie sparen lässt:

  1. Wasser im Wasserkocher erhitzen (Auch Nudelwasser, Kartoffelwasser)
  2. Töpfe und Pfannen mit krummen Böden entsorgen (Altmetall)
  3. Schnellkochtopf benutzen
  4. Speisen erwärmen: Mikrowellenofen benutzen
  5. Kochen immer mit Deckel auf dem Topf
  6. Eier im Eierkocher kochen
  7. Plattenherd gegen Ceranfeld austauschen

Ob sich solche vagen Spartipps nach dem Motto „heißes Nudelwasser auffangen, damit die Wärme den Raum heizt“ oder auch „Kochgut aus Kühlschrank oder Tiefkühlfach auf Zimmertemperatur kommen lassen vor dem Kochen“, werde ich bei Gelegenheit nachmessen. Bis dahin: Nicht dem Ökostress verfallen!

 

Quellen:  Stiftung Warentest: „Heiß, die kalte Platte“, 09/2009, Wikipedia (Abruf Januar 2013), eigene Recherche

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About the Author

denkt vermutlich ständig über Energie nach, ist Diplom-Journalist (FH), war leitender Redakteur bei www.Energiesparen-im-Haushalt.de und www.Energieeffizienz-im-Betrieb.net.



31 Responses to Induktionskochfeld:
Spart wenig beim Kochen

  1. Udo Nattrodt says:

    Die Stiftung Warentest Testkriterien heranzuziehen finde ich Klasse. 1,5 l Wasser mit verschiedenen
    Geräten zum kochen zu bringen und vergleichen ist sehr seltsam für einen Test für Verbraucher.
    Wir benutzen unser Kochfeld (Induktion) so gut wie nie zum Wasser erhitzen und Schnitzel lassen sich ganz schlecht im Wasserkocher braten, auch mein geliebter Paprika nicht.
    Kartoffel kochen für 3 Personen (ca. 750 g) bei uns in der Mikrowelle 900W 12 Minuten ergibt 0,180 kwh Verbrauch. Geht auch nicht mit dem Wasserkocher.

    • André Burghardt says:

      Hallo Udo, Schnitzel im Wasserkocher, da habe ich sehr gelacht! 🙂 Dankeschön dafür. Zur Erklärung: Bei wissenschaftlichen/physikalischen Tests geht es darum, Geräte, Zustände, usw, vergleichbar zu machen. Da sich eben nicht vergleichen lässt, ob ein Wasserkocher oder ein Induktionsherd ein Schnitzel effizienter brät, musste ich etwas nehmen, was alle Kochgeräte können und wo Menge und „Garzustand“ eindeutig bestimmbar ist. Und das ist eben Wasser. Nur so kann ich guten Gewissens schrieben, was wieviel kostet. Hoffe, dass mein Gedankengang jetzt klarer wird? Lieben Gruß, AB

  2. Jana Duda says:

    Lieber André Burghardt,

    vielen Dank für diese erhellende Seite!

    Mit den besten Grüßen aus Berlin
    Jana Duda

  3. Christoph says:

    Danke für den Artikel, spricht mir aus der Seele! 🙂

  4. Steffen says:

    Hallo, ich gebe dir recht das man mit einem Induktion nicht hunderte Euro Strom spart. Vor allem wenn man die Anschaffungskosten dagegenstellt. Nur kauft man ein Induktionsfeld eher aus anderen Gründen: sehr schnell, Hitze-zu- und Abfuhr fast ohne Zeitverlust und fast keine Wärmeentwicklung.
    Ich habe eben auf meinem Induktionsfeld mit der Powertaste in 1:20 einen halben Liter Wasser gekocht. Der Wasserkocher hat es in der gleichen Zeit geschafft. D.h. ich kann ein Gerät für ca. 40€ sparen, habe es nicht rumstehen und muss es auch nicht putzen. Daher fällt meine Bilanz eher pro hochwertigen Induktionsfeld aus. Das sollte man sich aber nicht nur anschaffen, weil der Wasserkocher kaputt gegangen ist 😉

  5. Günter says:

    Mit solchen vergleichenden Messungen ist es immer so eine Sache.

    Stimmen auch bei allen Messungen die Rahmenbedingungen:
    War die Umgebungstemperatur stets die gleiche?
    War die Temperatur des zu erwärmenden Wasser immer gleich?
    Hatte das benutze Gefäss/der Topf immer die gleiche Starttemperatur?

    Tatsache ist, dass es sich mit Induktion sehr feinfühlig kochen lässt.
    Die Temperatur kann, ähnlich wie bei Gas, sofort zur Verfügung stehen
    oder auch wieder reduziert, bzw. ganz abgeschaltet werden.
    Das sind Kriterien, auf die Köche Wert legen.

  6. Andy says:

    Mir fehlt in dem Vergleich noch die Mikrowelle. Dem Vernehmen nach soll der Wirkungsgrad bei ca. 60 % liegen. Kommt das hin?

    Was Punkt 7 angeht: Ich glaube Propan macht weder ökonomisch noch ökologisch Sinn.
    Auch Propan muss – samt Flasche transportiert werden – was in der Regel mit Hilfe fossiler Brennstoffe geschen dürfte. Zudem geht beim Kochen mit Gas rund die Hälfte der Wärme am Topf vorbei. In Großküchen ist Induktion deshalb auch wegen der geringeren Hitze in der Küche beliebt.

  7. Editor says:

    „Steffen says:
    25/04/2014 at 09:25

    Hallo, ich gebe dir recht das man mit einem Induktion nicht hunderte Euro Strom spart. Vor allem wenn man die Anschaffungskosten dagegenstellt. Nur kauft man ein Induktionsfeld eher aus anderen Gründen: sehr schnell, Hitze-zu- und Abfuhr fast ohne Zeitverlust und fast keine Wärmeentwicklung.
    Ich habe eben auf meinem Induktionsfeld mit der Powertaste in 1:20 einen halben Liter Wasser gekocht. Der Wasserkocher hat es in der gleichen Zeit geschafft. D.h. ich kann ein Gerät für ca. 40€ sparen, habe es nicht rumstehen und muss es auch nicht putzen. Daher fällt meine Bilanz eher pro hochwertigen Induktionsfeld aus. Das sollte man sich aber nicht nur anschaffen, weil der Wasserkocher kaputt gegangen ist ;-)“
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    Dem ist nichts hinzuzufügen.So sehe ich das auch.

  8. Kurt Drese says:

    Eine bessere Möglichkeit ist ein Küchenherd für Holzverbrennung in der Heizsaison, der 1. die Wohnung beheizt und 2. ein umweltfreundliches kochen ermöglicht. Bei der Auswahl des Küchenherdes ist auf einen hohen Wirkungsgrad und geringe Staubbelastung zu achten. Nach der Heizsaison ist ein Ceranfeld für mich die 1. Wahl da für mich die Induktionsfelder durch die erzeugten Magnetfelder gesundheitlich bedenklich sind. Mit eigener Photovoltaikanlage kann jetzt umweltfreundlich Strom erzeugt und für das Kochen verwendet werden. Dass ein Schnellkochtopf in jeden umweltbewußten Haushalt gehört wird sicher von energy-leaks.de bestätigt.

  9. Induktionsfeldtester says:

    Hallo,
    die Tests der Stiftung sind schon manchmal recht merkwürdig. Wir erfreuen uns an einem Induktionsfeld der Firma Mxxxx und möchten es nicht mehr missen. Die aufgeführten Nachteile sind (bis aus Geräusche, die konstruktionsbedingt sind) nicht mehr vorhanden. Vorher hatten wir ein Cerankochfeld. Wenn man – wie oben getestet – den Booster dazuschaltet, sollte man schon wissen, dass man bewusst keine Energie zugunsten der Zeit sparen möchte. Ein riesiger Vorteil – die Platten bleiben i. d. R. nur war und sie lassen sich hervorragend regulieren. Ich bin mir sehr sicher, dass der Herd Energie spart.

    • André Burghardt says:

      Hallo „Induktionsfeldtester“. Ich habe den Test höchstpersönlich selbst durchgeführt, nachdem ich den Artikel von der Stiftung Warentest gelesen habe. Zu Ihrem Punkt „ich bin mir sicher, dass der Herd Energie spart“ möchte ich mich selber zitieren: {„… Daher lässt sich die Anschaffung eines Induktionsherds plus neuem Topf- und Pfannenset nur in der Gastronomie durch Kosten- und Energieeffizienz rechtfertigen. Für Privathaushalte gilt: Induktionskochtechnik ist in erster Linie ein Statussymbol in der heimischen Küche. Man denke immer auch an die Herstellung der speziellen Induktions-Töpfe und -Pfannen …“} LG vom Autor

      • Kontra says:

        Ich frage mich anhand Deiner Ausführungen, WAS Du testen willst bzw was Du vermitteln willst…

        A) Die Effizienz eines Gerätes ?
        B) Die Geschwindigkeit eines Gerätes ?
        C) Die ökologische Vertretbarkeit eines Gerätes ?

        Ich habe bereits auf Gas/Platten/Ceran und letztendlich auf Induktion gekocht und Gas bzw. Induktion liegen immer vorne, da die Hitze sofort kommt, während ja bei Platten eine extreme und bei Ceran eine mittelmäßige Anheizphase vorhanden ist.

        Ein Wasserkocher ist für Herde keine Vergleichsmöglichkeit, da es ein „spezielles“ Küchengerät ist.

        Welches Kochgeschirr hast Du verwendet??? Aus welchem Material war es? Hast Du alle Herde im gleichen Raum stehen? Wie alt waren die Geräte jeweils?

        Für ein neutrales Ergebnis sind es viel zu wenig Fakten… alles etwas schwammig, sorry…

        • André Burghardt says:

          Hallo Kontra, danke für Deinen Kommentar. Es geht auf diesem Blog um die Gesamt-Ökobilanz, also: C) Die ökologische Vertretbarkeit eines Gerätes. Eine komplette Ökobilanz berücksichtigt die Belastung der Umwelt bei Technik-Herstellung und -Entsorgung sowie bei Energie-Her- und Bereitstellung. Da wird den Konsumenten seitens der Lobby-Politik gerne etwas Griffiges hingeworfen, was hinterher gar nicht so gut war für die Umwelt. Siehe Auto-Abwrackprämie (Klick). Danke und lieben Gruß, AB PS: Ich habe natürlich im selben Raum, bei gleicher Raumtemperatur gemessen und moderne Edelstahl-Töpfe (Boden plan, mit Kupferkern) benutzt. Die Geräte waren neu oder unter 3 Jahren alt. LG

  10. Jake 1865 says:

    ich bin erschreckt über diese falsche Darstellung der Tatsachen.
    Man kann in der Tabelle lesen das gute Induktionsherde am kostengünstigsten 3,3 cent (Wasserkocher 4Cent) Wasser erwärmen.
    Völliger falsch ist es, Wasser im Wasserkocher zu erwärmen und dann in einen Topf umzufüllen um Nudelwasser zu machen.
    Das ist doppelte Energieverschwendung: Der Wasserkocher wird erwärmt und gibt Verlustenergie ab. Und der kalte Topf muß erwärmt werden und entzieht dem Kochenden Wasser Wasser beim Umfüllen auch erst mal wieder Energie.
    Fazit: Gute Induktionsfelder sind am besten zum Kochen. Ich nutze seit 20 Jahren ein Induktionsfeld und bin immer noch begeistert wie schnell und bequem das kochen damit ist. Krach macht das Feld nicht. Ein leises Summen ist manchmal zu hören, die Lüfter schalten nur bei längeren Bratvorgängen oder beim gleichzeitigen Kochen auf 3 Platten ein und sind relativ leise.

    Gas ist die größte Energieverschwendung überhaupt. Das Wasser braucht am längsten bis es warm wird.
    Gas hat nur den Vorteil das es billiger als Strom ist, trotz des geringen Wirkungsgrades.

    Gruß Jake

    • André Burghardt says:

      Hallo lieber Jake, danke für Deinen Kommentar. Worauf basieren Deine Behauptungen im vorletzten und letzten Satz? Betrachtet man alle Arten der Hitzeerzeugung hinsichtlich der Gesamt-Ökobilanz, also vor allem die Herstellung des Energieträgers, kommt man zu dem einfachen Schluss: Stromerzeugung ist (derzeit noch, da zum größten Teil Kohle und Atom (Quelle: Umweltbundesamt, Klick)) so umweltschädlich, dass man elektrischen Strom möglichst nicht für der Erzeugung von Hitze nutzen sollte. Besten Gruß, AB

      • datarimlens says:

        1. Sind Wasserkocher vielleicht komplett unnütz und die Messung hier könnte irreführend sein? Weil oft vielleicht nicht genau die Menge Wasser erhitzt wird, die man braucht? Zu oft wird deutlich mehr Wasser erhitzt, das dann auch wieder abkühlt. Wir haben ja schon gelesen, dass Umfüllen kontraproduktiv ist.

        2. Eine moderne Methode zum Wasser erhitzen fehlt in diesem Vergleich: die Mikrowelle!
        Schon probiert und nachgemessen? Einer Tasse/Kanne Wasser in der Mikrowelle schlägt oft das Erhitzen der gleichen Wassermenge im Wasserkocher … und die Tasse wird etwas mit angewärmt. Bonus der Methode: man erhitzt genau die benötigte Wassermenge. Mikrowellen werden demnächst sogar noch effizienter, wenn man keine Magnetron mehr braucht (vgl. Midea/Freescale) …

        Wer es nicht für möglich hält: einfach Stromzähler anschliessen und selbst nachmessen.

  11. Andy says:

    Hallo
    Ich finde den Bericht doch interessant, aber eine Frage bleibt bei mir offen. Was ist mit dem Gasherd jetzt nach 3 Jahren und den ganzen beschrieben Test die noch ausstehen! Ist der Gasherd immer noch nicht angeschlossen und wenn man die Test eh nicht machen will sollte man das nicht schreiben. Aber sonst ein ganz interessanter Bericht. Danke

    • André Burghardt says:

      Hallo lieber Andy, wie ich bereits unten geschrieben: Leider konnte ich keine Messung durchführen, da es keinen Durchfluss-Messer für Propangasflaschen gibt und die Gewichts-Methode zu ungenau wäre. Wenn sich jemand findet, der einen Gasherd besitzt und einen zugänglichen Gaszähler im Keller hat, werde ich diese Messung nachholen. LG und danke für den Kommentar.

  12. koke günter says:

    Induktion verbraucher wie auch Fernseher immer vom netz trennen nach gebrauch.

  13. Neunhoeffer says:

    Wann ist denn Ihr Gasherd betriebsbereit?

    • André Burghardt says:

      Hallo Herr Neunhoeffer, ich habe meinen Propangas-Gasherd bereits wieder außer Betrieb setzten müssen wegen eines Umzugs (Kein Platz mehr für die Flasche). Leider konnte ich keine Messung durchführen, da es keinen Durchfluss-Messer für Flaschen-Flüssiggas gibt und die Gewichts-Methode zu ungenau wäre. Wenn sich jemand findet, der einen Gasherd besitzt und einen zugänglichen Gaszähler im Keller hat, werde ich diese Messung nachholen. LG und danke für den Kommentar. AB

  14. Moritz L says:

    Hallo André,
    das Thema scheint ja doch erheblich zu polarisieren. Danke für die übersichtliche Darstellung. Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum Du von jedweder Wärmeerzeugung durch Strom abrätst, und dann doch den Wasserkocher empfiehlst.
    Was mich darüber hinaus interessieren würde ist, ob schon mal die Energieeffizienz verschiedener Induktionskochtöpfe verglichen wurde. Bei unterschiedlicher Bauweise sind m.E. auch unterschiedliche ferromagnetische Eigenschaften zu erwarten. Leider findet man hierzu nichts im Netz…
    Vielleicht solltest du auch noch mal mit einem hochwertigen Induktionsherd messen…

    Herzliche Grüße,

    Moritz

    • André Burghardt says:

      Hallo Moritz, ich denke auch, dass es Unterschiede geben wird bei Induktionsherden und -Kochgeschirr. Ich bin jedoch kein Fan davon, die allerletzte Effizienz aus allem herauszuquetschen: Je näher man an einen Wirkungsgrad von 100 Prozent kommt, desto mehr Energie muss man aufwenden bei der Herstellung (usw). Daher rate ich: Nimm den Wasserkocher statt des Topfes auf dem Ceranfeld, minimale Aktion mit großer Wirkung, man hat ja schon alles da. Und falle nicht auf die Marketing-Tricks der Hersteller rein, die wollen nur ihre Neuware verkaufen …
      LG AB

  15. tim says:

    Vielen Dank fuer die Berechnungen…..ich sehe die Berechnungen als Anhaltspunkt fuer weitere Ueberlegungen! Mein Vater hatte frueher meiner Oma den Kaffee mit dem Eierkochwasser aufgebrueht!
    Somit ist die Energiebilanz des gekochten Wassers nur 50% fuer die Eier und den Kaffee!

    Nimmt man die Energiebilanz saemlicher Geraete (Herstellung und Transport) sticht der alte Magnetischer Topf der Oma heraus. Dieser funktioniert auf allen Herdarten und hat schon eine Lebensdauer von 40 Jahren und ersetzt – Kaffeemaschine, Eierkocher,Wasserkocher (Lebensdauer 10-20 Jahre).

    Die meisten Produkte verbrauchen waehrend ihrer Lebensdauer nicht annaeherend die Energie, welche fuer Produktion (ohne Verpackung und Transport) aufgebracht werden muss.

    Man sollte die Problematik nicht zu klein betrachten sondern etwas groesser.

    • André Burghardt says:

      Hi Tim, Kaffee aus Eierkochwasser, das ist stark! 🙂
      Du hast vollkommen recht, aber komm‘ da mal an valide Daten zur Berechnung, das ist nicht einfach.
      LG AB

  16. Induktions tester says:

    Hallo an alle die der Meinung sind man benötigt spezielle Töpfe , habe vorher mit einem normalen Plattenherd gekocht und konnte bis auf einen Topf meine alten (30 Jahre) Töpfe und Pfannen benutzen, es ist völliger Unsinn das man hier besondere Töpfe benötigt, der Boden sollte Magnetisch sein und gute Töpfe haben einen dicken Boden, meist aus Eisen.

    • André Burghardt says:

      Hallo. Da haben Sie aber Glück und vermutlich hochwertige alte Töpfe und Pfannen. Die günstigen Standard-Töpfe und -Pfannen der letzten 20 Jahre haben, vermutlich aus Kostengründen, keinen Eisenkern im Boden. Sie sind meist aus reinem Aluminium oder Edelstahl (beides nicht magnetisch). LG AB

  17. suzi says:

    Leider ist magnetfelt bei EM induktion zu stark. Es schadet den Ungeborenen, genau so auch den schon geborenen. http://www.familienleben.ch/blogs/blog/kochen-am-induktionsherd-kann-gefahr-fuer-das-ungeborene-baby-sein-1716

    • André Burghardt says:

      Danke Suzi, ich bin mir der Problematik bewusst, es ist seit Jahren ein Thema, inwiefern EM-Strahlung schadet. Leider ist Dein verlinkter Artikel nicht eindeutig mit Quellen belegt und Deine Aussage daher anfechtbar. Ich persönlich würde Schwangeren raten, Abstand zu halten. LG AB

  18. Katja says:

    Ein ganz toller Artikel mit wichtigen Informationen. Da kann man doch noch einiges dazu lernen.

  19. Induktionskoch says:

    Danke für dem Artikel
    Gut zu wissen, dass man mit Induktionskochfelder kaum Energie sparen kann.
    Vorteile von Induktion gegenüber Cerankochfeldern ist z.B das schnelle Kochen und das nicht einbrennen.

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