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Wie viel kostet eigentlich...?

Was kostet eigentlich … meine Heizung?

Ganz allgemein lässt sich sagen: Eine Stromheizung ist die teuerste Art zu heizen, eine Holzheizung ist die billigste und umweltfreundlichste Heizungsart. Hier eine Tabelle mit den aktuellen Kosten für die unterschiedlichen Heizungsarten: (Februar 2013)

  • Heizen mit Gas, Erdgas, Stadtgas, Kosten: 6 – 7 Cent je Kilowattstunde Wärme (kWh)
  • Heizen mit Fernwärme, Stadtwärme, Kosten: 6 – 7  Cent je kWh Wärme
  • Heizen mit Holz, Scheitholz, Pellets, Holzpellets, Brennholz: 5 – 6 Cent je kWh Wärme
  • Heizen mit Strom (direkt): Ölradiator, Infrarotstrahler, Heizstrahler, Heizlüfter, elektrische Wandheizung: 24 Cent je kWh
  • Heizen mit Strom (direkt, subventioniert): Nachtspeicher, elektrische Speicherheizung: 17,5 Cent je kWh
  • Heizen mit Strom (indirekt, subventioniert): Wärmepumpe, Erdwärmepumpe, Luftwärmepumpe: 19,4 Cent für 2,5 – 4 kWh Wärme
  • Heizen mit Öl, Heizöl, Diesel: 9 Cent je kWh Heizwärme
  • BHKW, KWK, Blockheizkraftwerk (gasbetrieben): 6 Cent je kWh Wärme (ohne die Kostenersparnis, welche die gleichzeitige Stromerzeugung bringt)
  • Heizen mit Flaschengas, Propangas, Kosten: 14 Cent je Kilowattstunde Wärme (kWh) (Gasfüllung für 21 Euro pro 11 Kg)
  • Solarthermie als Zusatz-Heizung: Kostenlos

Heizkosten für Stromheizungen ab April 2013

Der Strompreis wird in zwei Monaten einen ordentlichen Sprung nach oben machen, denn dann wird die EEG-Umlage auf die Stromkunden weitergegeben. Das betrifft natürlich auch subventionierte Niedertarife für Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung. Kosten-Tabelle ab April 2013:

  • Heizen mit Strom (direkt): Ölradiator, Infrarotstrahler, Heizstrahler, Heizlüfter, elektrische Wandheizung: 26,5 Cent je kWh
  • Heizen mit Strom (direkt, subventioniert): Nachtspeicher, Speicherheizung: 19,8 Cent je kWh
  • Heizen mit Strom (indirekt, subventioniert): Wärmepumpe, Erdwärmepumpe, Luftwärmepumpe: 21,7 Cent für 2,5 – 4  kWh Wärme

Kosten für Heizung: Steigen unterschiedlich

Heizkosten sowie ganz allgemein gesprochen Energiekosten werden in den nächsten Jahren weiter steigen, das ist nichts Neues. Allerdings steigen nicht alle Energiearten im gleichen Maß. Zum derzeitigen Zeitpunkt (Anfang 2013) kann man folgende Aussagen treffen:

  • Strom wird weiter am stärksten steigen
  • Öl, Benzin und Diesel folgen diesem Trend
  • Gas wird leicht steigen, Trendwende durch „Fracking“-Förderung bleibt abzuwarten
  • Fernwärme: Eher moderate Steigerung der Preise
  • Holz, Holzpellets: Eher gleichbleibende Tendenz
  • Solarthermie: natürlich weiterhin kostenlos

Fazit für die Heizkosten

Es lohnt sich auf jeden Fall, bei den Heizkosten zu sparen: In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit einem Auto geht weit über 50 Prozent der Energie (nicht der Energiekosten) für die Heizungswärme „drauf“. Bewohner von Mietwohnungen können selten an der Heizungsart etwas ändern, hier freut sich der, der Fernwärme oder Gas in den Heizkörpern hat. Die meisten Mieter können allerdings durch kleine Verbesserungen, elektronische Helferlein sowie korrektem Heiz- und Lüftverhalten Geld sparen. Hier darf man sich nicht zu viel erhoffen, den nächsten Urlaub wird die Ersparnis nicht finanzieren. Ein schickes Dreigängemenü in einem Restaurant für zwei sowie ein erleichtertes Öko-Gewissen sind hier eher die realistischen Gewinne.  Bei einem Einfamilienhaus sieht die Sache schon anders aus: Es ist technisch durchaus machbar, von 3.000 Euro jährlichen Heizkosten auf 100 Euro im Jahr zu kommen. Das erfordert allerdings eine Menge Geld für den Umbau, und nur durch eine neue Heizung allein geht es nicht. Ich hatte das Vergnügen, 2011 einen Hausbesitzer zu interviewen, der genau das geschafft hat: die Heizosten um 97 Prozent senken. Den ganzen Bericht gibt es auf meiner „alten“ Website energiesparen-im-haushalt.de: Klick

 

Meine Quellen

 

Auch interessant: Wärmepumpe: Gut für die Stromkonzerne

 

Von André Burghardt

denkt vermutlich ständig über Energie nach, ist Diplom-Journalist (FH), war leitender Redakteur bei www.Energiesparen-im-Haushalt.de und www.Energieeffizienz-im-Betrieb.net.

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